die unglaubliche geschichte des herrn topowski

Ein Blinder

Er nahm mich öfter mal beim Arm. Ich habe ihn nie darum gebeten, es ist einfach zur Gewohnheit geworden. Ich mache meinen morgendlichen Rundgang, Kippen holen, Zeitung, Kaffee im Wettbüro bei Christian in der Rue Kleber, kennen Sie? Das brauche ich für meinen Rhythmus und dann komm ich wieder zurück. Auf dem Rückweg hat er mich begleitet und wir haben eine geraucht. Er hat nicht geraucht, nur diese eine Marlboro am Tag, mit mir. Ich bin verwitwet, das ist also mein kleiner Spaziergang, um Luft zu schnappen. Ich bin blind, aber nicht taub, und seiner Stimme war leicht zu entnehmen, daß er ein Typ war, wie sagt man, ein Sonderling. Nicht fragil, aber… Oh ja, er half mir auch bei den Dreierwetten, er schrieb die Zahlen auf den Wettzettel. Wir setzten beide halbe-halbe. Ausgerechnet beim letzten Mal gewannen wir eine ganze Menge. Volltreffer im Rennquartett beim Croix du Prince… ich weiß nicht mehr… zwölf-, dreizehntausend Euro und ein paar zerquetschte. Ähm, ich möchte nicht, daß mein Name in dem Bericht erscheint, bitte, ist das machbar? Eben wegen der großen Summe, ich will keine Probleme… Übrigens, Kommissar, Miror Grif liegt als Sieger der Fünferreihe höher als vorhin, sagt Ihnen das was?

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