die unglaubliche geschichte des herrn topowski

Herr Topowski zeigt seine Urlaubsfotos: Die Gebäude

Hier sehen Sie mich mit Batisse und Zabelle, dem Fischer und seiner Frau, vor den „Gebäuden“. Batisse und Zabelle sind natürlich nicht echt, trotzdem mag ich die beiden. Wie bitte? Zabelle wirkt unzufrieden? Aber nein, schauen Sie sich das Paar nur in Ruhe an, der Fischeralltag schlaucht, soviel steht fest, aber sie sind ja nicht echt, dafür bin ich um so echter, auch wenn von mir nur Stirn und Mütze zu erkennen sind. Bei den „Gebäuden“, von denen nur zwei mit aufs Bild passten, handelt es sich um zwanzig identische Hochhäuser, in denen jeweils ungefähr tausend Menschen wohnen. Das ist fast die halbe Einwohnerschaft der Stadt! Ein englischer Architekt hat diese Hochhäuser vor vielen Jahren gebaut, damit möglichst viele Menschen bei günstigen Mieten aufs Meer hinaus schauen und ihrer Sehnsucht nachgehen können. Damals, als die „Gebäude“ gebaut wurden, galt das als gesund. Abgesehen davon weiß ich nicht, was für einer Sehnsucht ausgerechnet an diesem Meeresabschnitt noch nachgegeben werden könnte. Alle wichtigen Rekorde sind längst erreicht, so ist das mit dem Ärmelkanal. Vielleicht geht es um die Sehnsucht nach gutem Wetter. Den ganzen Urlaub hat es geregnet. Bei gutem Wetter sieht man aus den „Gebäuden“ angeblich schon ab dem zweiten Stock bis nach England. Kennen Sie jemand mit Sehnsucht nach England? Die Küste da hinter den Regenschlieren wäre bestimmt längst erobert worden, wenn es so etwas wie eine England-Sehnsucht gäbe.

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