die unglaubliche geschichte des herrn topowski

Herr Topowski zeigt seine Urlaubsfotos: Minigolf

Hier sehen Sie mich beim Minigolf. Ja, der da bin ich, unter der Kapuze. Ist sonst noch jemand auf dem Bild? Na eben! Ganz richtig, es regnet. Besser gesagt, es regnet stark. Es plästert geradezu abartig. Im Grunde kein Minigolfwetter. Bitte was? Ja, ja, ganz richtig, das Einzelspiel hat beim Minigolf durchaus etwas Tristes. Viele sagen das. Wer wie ich jahrelang allein gelebt hat, kommt mit fehlenden Mitspielern gut zurecht. Lieber spiele ich solo, als gar nicht. Natürlich ist jeder fremde Parcours für den Spieler eine besondere Herausforderung. Zumal bei Sturmböen und starker Nässe. Der „Parcours am Meer“ zählt zu den anspruchsvollsten, die ich bisher gegolft habe. In dieser pragmatischen Stadt hätte ich solch einen verrückten Parcours nicht erwartet. Fast alle Bahnen hatten Rampen und manche waren so kompliziert in sich verdreht, daß ich es heute noch nicht begreife. Da hinten auf dem Bild sieht man… – nein, man sieht es nicht. Manche Bahnen waren absolut unbegreiflich, wie gesagt. Trotzdem habe ich den Parcours regelgerecht bewältigt. Wenn man nicht gegen einen zweiten Spieler golft, bleibt man doch stets sein eigener Gegner und muß umso besser aufpassen, daß man nicht bescheißt. Für den schwierigen Parcours habe ich eine ganz ordentliche Runde hingelegt. 57 Schläge auf 18 Bahnen, dabei bin ich kein Regenspezialist. Die Abschlußbahn hat mir besonders gefallen. Sie trug, was selten vorkommt, einen eigenen Namen. Das schwarze Loch. Über eine Rampe mußte eine Kipplore getroffen werden, die dann in den Untergrund einfuhr und am Tunneleingang drehte sich eine Klappe, auf der ein Satz von Sartre geschrieben stand: “Das Spiel ist aus.”

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