die unglaubliche geschichte des herrn topowski

Herr Topowski zeigt seine Urlaubsfotos: Minigolf (2)

Hier sehen Sie mich nochmal auf dem Minigolfplatz, das ist jetzt die Gastronomie. Ich gebe zu, das Bild ist etwas unscharf. Der Sturm muß die Kamera genau in dem Moment erfaßt haben, als der Selbstauslöser losging. An dieser Bude habe ich zum Abschluß meiner Runde eine Portion aufgeweichter Fritten gegessen, genau wie es die Engländer lieben. Dazu einen Kaffee, ohne Zucker. Zucker nehme ich nie. Weil ich der einzige Gast war, sprach mich der Mann an, der die Fritten bereitete und der meine Leistung auf dem “Parcours am Meer” aus seinem Verschlag beobachtet hatte. So lernte ich den Vizepräsidenten eines der beiden privaten Minigolfvereine der Stadt kennen. Meine erste Urlaubsbekanntschaft und gleich ein Vizepräsident! Selber habe ich es nie zu irgendwelchen Posten oder Beförderungen gebracht. Gewollt hätte ich schon und zuverlässig bin ich auch; man hat mich wohl stets übersehen. Für das Foto haben wir spaßeshalber die Rollen getauscht und ich muß sagen, es fühlte sich gut an, einmal einen Titel zu tragen, wenn auch nur zum Scherz. Vizepräsident sei er vor allem geworden, weil sich sonst im Club keiner bereit fand, den Papierkram zu übernehmen, was eine primäre Aufgabe des Vizepräsidenten sei. Weil er seine Wettscheine immer so ordentlich ausfülle, habe man ihn nominiert. Ein ausfüllendes Amt sei das aber nicht. Wir haben unsere Nummern getauscht und uns gegenseitig auf eine Partie verabredet, sobald es zu regnen aufhöre, oder auf meinem Heimparcours, sobald er mal in die Gegend käme. Kaum waren meine Ferien um, besserte sich das Wetter dann auch schlagartig. Von dem netten Vizepräsidenten habe ich leider nichts mehr gehört.

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