die unglaubliche geschichte des herrn topowski

Staubgeruch

14_der-tod-schaut-zu_kl

Wer sieht die Zeit vergehen? An was erinnert der Brandschorf über unseren Schläfen? An Wassertropfen? An Versäumnisse, Bitterkeit? An Gleichgültigkeit? An die alte Angst vor dem Tod und ihr blaues Seelenband? An die allmähliche Neigung meiner Schulter Richtung Boden? Wer sieht die Zeit vergehen, um jede Sekunde zu erleben wie am Tag unseres ersten Blickes?
Jeden Morgen erinnern sich die Pupillen derjenigen, die alt werden, daran, auf ihrem Grund den Himmel zu berühren. Und lassen die Stille ihre beruhigende Arbeit tun. Dort, wo Erinnerungen, Bilder und Gedanken wie Stufen in Richtung des letzten Gartens greifen. Die Worte gehen, eines nach dem anderen, aus, geduldig und mit letzten Kräften. Was denn vergessen? Das Blut? Die Erde? Vater und Mutter zu lieben, was auch immer geschieht? Und daß die Felder hier seufzende Friedhöfe im kleinen Lied der Tage sind. Um die subtile Hitze zusammengedrängter Körper in den Bergmannshäusern an sich zu pressen, bis die Nacht sich breitmacht, um sie erneut aufzuwärmen. Um wieder den Klang eines Belliss & Morcom, 400 PS-Motor, 294 kW, 3000 Volt Spannung, 231 Umdrehungen, Ansaugvolumen 55 Kubikmeter pro Minute aus dem Kompressorraum zu hören, der, um Luft herzustellen, die Fenster der Siedlung erzittern ließ.

Leave a reply