die unglaubliche geschichte des herrn topowski

Herr Topowski zeigt seine Urlaubsfotos: Das Arbeitsamt

Hier sehen Sie das Arbeitsamt. Es ist sehr groß und nachträglich in das Ensemble der „Gebäude“ integriert worden, indem eines der Hochhäuser von Wohn- zu Verwaltungsraum umfunktioniert wurde. Es heißt, die meisten Leute, die im Arbeitsamt arbeiten, sind sehr froh über ihren Job, weil es sonst kaum Arbeit gibt. Den Eingang zum Arbeitsamt bildet diese Drehtür hier und der Eindruck täuscht keineswegs, die ist ständig in Betrieb. Was in dem Amt geschieht? Keine Ahnung. Die einen wollen hinein ins Amt, die anderen wieder heraus. Man hat den Eindruck, die gesamte Stadt trifft sich in dieser Drehtür. Nein, nein, ich bin nicht hineingegangen. Mit den Ämtern habe ich keine guten Erfahrungen. Wissen Sie, daß ich keinen Vornamen habe? Da staunen Sie, und das nur wegen eines Fehlers auf dem Amt. Meine Eltern, als sie noch lebten, sind beinahe verrückt darüber geworden. Mehrere Jahre haben sie das Amt wegen meines Vornamens ersucht, doch der ist angeblich hinter einem Bewilligungsparagrafen verschütt gegangen. Da war nichts zu machen. Nun ja, der Mensch ist anpassungsfähig. Soll heißen, man gewöhnt sich. Vielleicht nicht an alles, aber doch an sehr vieles. An meine Vornamenlosigkeit habe ich mich gewöhnt, aber an Ämter werde ich mich wohl nie gewöhnen.

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