die unglaubliche geschichte des herrn topowski

Herr Topowski zeigt seine Urlaubsfotos: Au sleeping

Hier sehen Sie mein Hotel, das Au sleeping. Ich bin auch auf dem Bild, dort hinter der Glasscheibe, ich hatte den Portier, der der Sohn des Hotelbesitzers ist, gebeten, mich einmal in meiner vorübergehenden Bleibe zu knipsen. Nun ja, die Scheibe spiegelt etwas. Es sind eher meine Umrisse zu erkennen. Das Au sleeping ist ein kleiner Familienbetrieb und heißt wegen der Engländer so. Die meisten Gäste bleiben nur für eine Nacht. Dann setzen sie mit der Fähre über oder fahren weiter Richtung Süden. Ich bin zwei Wochen geblieben, kaum ein Gast bleibe je so lange, hat der Portier mir gesagt. Das Hotel ist einfach und in den Bewertungen im Internet heißt es, es sei ganz passend für trübe Tassen, die nichts besonderes erwarteten. Aber wissen Sie, was ich in meiner Nachttischschublade gefunden habe? Das raten Sie nie! Ein handgeschriebenes Gedicht! Womöglich hat der Verfasser (oder sogar die Verfasserin) es verworfen, aber zu entsorgen vergessen. In dem Gedicht kamen Möwen vor und der Tag wurde mit einem Sandwich verglichen. Ich habe das anfangs nicht ernst genommen, bis ich das Gedicht, ohne zu merken wie es dazu kam, auf einmal auswendig konnte. Ja, ich könnte es aus dem Stand aufsagen. Aber ich habe den Eindruck, das ich das nicht sollte. Daß das Gedicht nur für mich bestimmt ist. Denn wenn ich es vor mir hersage, dann bin ich wieder am Meer.

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